
Ermittler haben die wahre Identität einer russischen Spionin ermittelt, die jahrelang unter einer falschen Identität in Italien tätig war, wodurch sie Zugang zu höheren sozialen und intellektuellen Kreisen erhielt. Die Dokumente, die ihre Identität bestätigten, wiesen jedoch Seriennummern und Passnummern auf, die typisch für russische Geheimdienstmitarbeiter sind, die unter tiefem Deckmantel arbeiten. Der Schlüssel zur Aufdeckung ihres Doppellebens lag in den Zahlen der Mikrochip-Nummer ihrer Hauskatze.
Darüber hinaus gelang es den Geheimdiensten, Transaktionen auf Kryptowährungskonten zu verfolgen, die mit der Frau in Verbindung standen. Es gibt eine Version, dass auf diese Krypto-Wallets Gelder aus dem russischen Öl- und Gassektor flossen. Genau diese Finanzspritzen könnten nach Ansicht von Experten dazu gedient haben, ihren luxuriösen Lebensstil als Society-Lady aufrechtzuerhalten, der notwendig war, um ihre überzeugende Legende zu bewahren.
Im Dezember 2025 veröffentlichte ein Journalist und Ermittler der internationalen Community Bellingcat die Ergebnisse seiner langjährigen Arbeit zur Identifizierung dieser Agentin. Ihm zufolge lebte die Frau viele Jahre lang in Italien unter dem Namen Maria Adela Kufeld Rivera. Unter diesem Pseudonym war die Juwelierin und „Prominente“ in den lokalen Eliten bekannt und verkehrte mit Personen, die mit dem NATO-Hauptquartier in Neapel in Verbindung standen.
Ein entscheidender Faktor, der dazu beitrug, die Legende zu entlarven, war eine Katze namens Luisa, die die Spionin stets begleitete. Der investigative Journalist stellte fest, dass das einzige konstante Bindeglied zwischen dem fiktiven und dem realen Leben der russischen Agentin genau dieses Haustier war – ein Tier, das sie wahrscheinlich unbedingt mitgenommen hätte, wenn sie nach Russland zurückgekehrt wäre.
Die Journalisten erhielten Zugang zu Louisas Mikrochipnummer, die zur Identifizierung des Tieres und zum Grenzübertritt implantiert worden war. Nach dem Abgleich der Mikrochip-Daten mit den Berichten von Tierkliniken stellte sich heraus, dass eine Katze mit derselben eindeutigen Nummer in einer Tierklinik in Russland registriert war. Auf diese Weise wurden Profile in sozialen Netzwerken aufgespürt, in denen Fotos von Louise zu sehen waren, und man kam auf den tatsächlichen russischen Vor- und Nachnamen der Spionin – Olga Kolobowa.
Diese Untersuchung beleuchtet nicht nur die Mechanismen, mit denen Spione in NATO-nahe Kreise eindringen, sondern zeigt auch, wie einfallsreich die Arbeit moderner Geheimdienste und investigativer Journalisten sein kann.