
Besitzer digitaler Vermögenswerte sind ebenso wie die Welt der Kryptowährungen immer häufiger Angriffen von Cyberkriminellen ausgesetzt. Waren vor einigen Jahren noch primitive Phishing-E-Mails, Trojaner und Viren die Hauptbedrohung, so nutzen Betrüger heute aktiv künstliche Intelligenz, um komplexe Betrugsmaschen zum Diebstahl von Kryptowährungen zu entwickeln. Zu den gefährlichsten Szenarien zählen Fälle, in denen Betrüger Schadsoftware als Google-Chrome-Updates tarnen.
Immer häufiger nutzen Hacker zum Diebstahl von Kryptowährungen keine gefälschten Krypto-Wallets, sondern gefälschte App-Updates. Sie tarnen die Schadsoftware als Updates für den Chrome-Browser oder als KI-Anwendungen für die Arbeit mit ChatGPT, Gemini oder DeepSeek. Es wurden Fälle dokumentiert, in denen sich eine KI-Erweiterung nach dem Update in Spionagesoftware verwandelte – sie begann, Datenmengen zu sammeln, und lud schädlichen Code von Remote-Servern herunter, um Seed-Phrasen zu suchen und zu stehlen.
Obwohl Hacker mit beneidenswerter Regelmäßigkeit MetaMask, Ledger, Coinbase Wallet und Trust Wallet angreifen, versichern Experten: Es gibt keine stichhaltigen Beweise dafür, dass KI „selbstständig Kryptowährung stiehlt“, da sie lediglich ein Werkzeug ist. Künstliche Intelligenz hilft Cyberkriminellen lediglich dabei, überzeugende Phishing-Websites zu erstellen und Angriffe zu personalisieren.
Im Jahr 2025 entdeckten Sicherheitsexperten gefälschte „DeepSeek-Installationsprogramme“, die nach der Installation versteckte Kryptowährungs-Miner, Keylogger und Malware zum Diebstahl von Krypto-Wallets installierten. Sie betonen: In der heutigen Realität ist künstliche Intelligenz zu einem Werkzeug geworden, das leider die Skalierung von Cyberangriffen im Netz erheblich vereinfacht hat.
Das Eindringen in das Gerät erfolgt, wenn der Nutzer nach Erhalt einer Meldung über die Notwendigkeit einer dringenden Browser-Aktualisierung auf die Schaltfläche „Update“ klickt. Danach gelangt ein Trojaner oder eine RAT auf den Computer.
Im Gegensatz zu gewöhnlichen Viren stehlen Trojaner und schädliche App-Erweiterungen Autorisierungstoken von Krypto-Wallets, Browsersitzungen, private Schlüssel, Cookies und Seed-Phrasen.
Ein Remote Access Trojan (RAT) verschafft dem Hacker die vollständige Fernsteuerung über das Gerät. Darüber hinaus arbeitet der RAT als „unsichtbarer“ Administrator im Hintergrund in Echtzeit.
Ein versteckter Miner nutzt im Hintergrund den Prozessor und die Grafikkarte zum Schürfen von Kryptowährungen. Cryptojacking stiehlt in der Regel keine persönlichen Daten, lässt die Rechenressourcen jedoch bis an ihre Grenzen arbeiten, was die Hardware stark beansprucht.
Regelmäßige Updates offizieller Anwendungen sind für die Sicherheit digitaler Vermögenswerte von entscheidender Bedeutung, da sie Sicherheitslücken schließen, über die Hacker die Kontrolle über den Browser oder die Krypto-Wallet erlangen können. Die meisten Unternehmen, darunter auch Google, veröffentlichen regelmäßig Patches, die das Risiko von Zero-Day-Angriffen verringern, Fehler beheben und Schwachstellen schließen.
Experten empfehlen, einige grundlegende Regeln der digitalen Hygiene zu befolgen: Chrome und seine Updates nur aus offiziellen Quellen herunterladen;
die Berechtigungen von Browser-Erweiterungen stets zu überprüfen;
Browser, Antivirenprogramm und Betriebssystem regelmäßig zu aktualisieren;
keine wenig bekannten KI-Erweiterungen zu installieren;
die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu nutzen;
große Mengen an Kryptowährung in „Cold Wallets“ aufzubewahren.