
Bitcoin steht erneut im Zentrum des globalen Finanzinteresses. Nach der Rallye im August erreichte Bitcoin Anfang September zwar einen Wert von 81'700 bis 82'000 Dollar, wurde aber bereits ab dem 7. September bei rund 79'500 Dollar gehandelt. Doch der Kryptomarkt hat Bitcoin nach dem Rückgang nicht den Rücken gekehrt. In nur einer Woche zogen die amerikanischen Spot-Bitcoin-ETFs 986.9 Millionen Dollar an und setzten damit ihre positive Serie auf insgesamt drei Wochen fort. Bitcoin legte um rund 23 % zu und verzeichnete damit das stärkste Wochenergebnis seit etwa drei Jahren.
Bitcoin und der «Debasement Trade»: Wenn 8'000'000 Dollar nicht mehr wie eine Fantasie erscheinen
Experten der Kryptobranche sind sich einig, dass es sich hierbei nicht mehr nur um einen weiteren Kryptowährungs-Pump handelt, und bezeichnen die Entwicklung im August zunehmend als «Debasement Trade». Mit diesem Begriff wird eine Strategie bezeichnet, bei der Investoren Vermögenswerte kaufen, die ihren Wert vor dem Hintergrund von Sorgen über die Entwertung von Fiat-Geld und einer hohen Schuldenlast erhalten oder steigern können.
Der Weg zu den aktuellen 8'000'000 Dollar war kein einfacher: Die Kryptowährung erlebte den Einbruch im Jahr 2022, mehrere Phasen starker Volatilität sowie Konkursen grosser Unternehmen und Börsen. Doch nach dem Durchbruch geschah etwas Wichtiges – Bitcoin ist nicht zusammengebrochen und hält seit Anfang September dieses Jahres stabil einen Kurs von rund 80'000 Dollar.
Der Kontrast zu den Monaten August 2021 und 2023 ist deutlich und aufschlussreich: Der aktuelle Kurs liegt fast dreimal so hoch wie am 25. August 2023, als Bitcoin rund 26'000 $ kostete. Allerdings befand sich der Kryptomarkt damals in einer ganz anderen Phase, da Bitcoin noch nicht über den heutigen Umfang an institutionellem Zugang durch US-amerikanische Spot-ETFs verfügte. Bemerkenswert ist auch, dass Bitcoin vor fünf Jahren (am 25. August 2021) an den Börsen bei rund 48'982 $ gehandelt wurde.
Der Bitcoin-Kurs heute und wie es weitergeht
Stand heute – Anfang September 2026 – zeigt Bitcoin eine starke Stabilität, selbst nachdem die Erwartungen hinsichtlich des Zinssatzes der Fed gestiegen sind. US-Bitcoin-ETFs haben letzte Woche weitere rund 987'000'000 Dollar angezogen. Sollten die ETFs auch in Zukunft wöchentlich Hunderte Millionen Dollar anziehen und die Sorgen um die Entwertung der Fiat-Währungen zunehmen, könnte sich dieses Niveau zu einem neuen Stützpunkt entwickeln.
Sollte die Fed hingegen einen strengeren Kurs einschlagen, der Dollar an Stärke gewinnen und die institutionelle Nachfrage nachlassen, besteht die Gefahr, dass sich die Rallye im August lediglich als kräftiger Preissprung herausstellt.
Wichtig ist, dass der heutige Bitcoin längst nicht mehr derselbe spekulative Vermögenswert ist, der er 2021 oder 2023 war. Er reagiert immer stärker auf die Makroökonomie, die Staatsverschuldung, den US-Dollar und den Zufluss von institutionellem Kapital.