
Bitcoin befindet sich derzeit in einer Konsolidierungsphase zwischen wichtigen technischen Niveaus, und seine weitere Entwicklung wird davon abhängen, ob sich der Preis oberhalb des mittelfristigen Widerstands etablieren kann. Gleichzeitig verspricht die BTC-Prognose für 2027 den Anlegern erneut einen sechsstelligen Preis. Der Analyst der Online-Plattform TradingView, TradingShot, geht davon aus, dass Bitcoin bis Ende August 2027 auf einen Wert von 106.000 US-Dollar steigen könnte.
Anfang September 2026 wurde Bitcoin bei etwa 78.000–79.000 US-Dollar gehandelt. Obwohl der BTC-Kurs nur eine Woche zuvor auf ein Dreimonatshoch von über 82.100 US-Dollar gestiegen war, fiel die Kryptowährung am 8. September nach einem erfolglosen Versuch, sich oberhalb dieses Niveaus zu etablieren, auf etwa 78.300 US-Dollar zurück.
Prognosen zufolge müsste er bis zur Marke von 106.000 US-Dollar noch um etwa 33 % zulegen, was rund 26.500 US-Dollar entspricht. Genau diese Zahl wurde zum Hauptanziehungspunkt für den Markt. Allerdings ist eine technische Prognose keine Garantie für den zukünftigen Kurs.
TradingShot entwirft ein Szenario auf Basis der langfristigen „Cup-and-Handle“-Formation auf dem Wochenchart. Seiner Logik zufolge begann sich die Struktur nach dem historischen Höchststand im November 2021 und dem Ende des Bärenzyklus 2022 zu bilden, und der nächste erwartete Durchbruch ist der des 50-Wochen-Gleitenden Durchschnitts (1W MA50).
Der Analyst stützt sein Szenario auf das technische „Cup-and-Handle“-Modell und das Verhalten der langfristigen gleitenden Durchschnitte. Die Logik ist einfach: Wenn BTC wichtige Widerstandsniveaus überwindet und die Aufwärtsstruktur bestätigt, könnte die 106.000-Dollar-Zone das nächste Ziel sein. TradingShot rechnet mit einer weiteren Korrektur und einem erneuten Test des Bereichs des 200-Wochen-Durchschnitts, daher darf die Prognose von TradingShot nicht automatisch als Beweis für einen neuen groß angelegten Bullenzyklus gewertet werden.
So weist beispielsweise Reuters auf eine weitere entscheidende Schwelle hin – 82.793 $ –, die im weiteren Verlauf den Weg zu einem Kurs von 90.000 $ ebnen könnte. Bevor Bitcoin also die 106.000-Dollar-Marke erreicht, muss es zunächst eine deutlich näher liegende und schwierigere Hürde nehmen: die Kontrolle über den Bereich von 82.000 bis 83.000 $ zurückgewinnen.
Wichtig ist, dass Bitcoin bereits versucht hat, über dieses Niveau zu steigen, aber die letzten beiden Wochenkerzen dieses Zeitraums schlossen nicht darüber – der Markt hat das Bullen-Szenario bislang noch nicht bestätigt.
Ein weiterer bekannter Kryptoanalyst aus den Niederlanden – Michael van de Poppe – blickt etwas optimistischer auf die nahe Zukunft und ist der Ansicht, dass ein Rückgang unter 74.000 US-Dollar eher eine Kaufgelegenheit als der Beginn eines neuen, lang anhaltenden Bärenmarktes darstellen könnte. Gleichzeitig nennt van de Poppe 82.850 US-Dollar als wichtigen Widerstand: Ein überzeugender Durchbruch dieser Marke würde die Argumente für ein weiteres Wachstum stärken.
Doch das makroökonomische Umfeld lässt Bitcoin nicht in einem Vakuum. Wenn Händler am 8. September die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung auf etwa 57–60 % schätzten, wie wird der Markt dann langfristig auf die Entscheidung der US-Notenbank vom 16. September und die Inflation in den USA reagieren? Schließlich üben höhere Zinsen traditionell Druck auf risikoreiche Anlagen aus, einschließlich Kryptowährungen. Und der Kryptowährungsmarkt selbst hat schon mehr als einmal diejenigen bestraft, die die Prognosen der Analysten als ihre eigene finanzielle Garantie angesehen haben.